Die Zuflüsse in die börsengehandelten Fonds sind enorm, die sogenannten Exchange Traded Funds – ETFs – bilden einen Markt oder Index möglichst exakt nach und verfolgen dabei keine eigene Anlagestrategie. Durch den fehlenden aktiven Handel spricht man auch von passiven Investments.

Was macht ETFs oder Indexfonds so attraktiv?

Die ETFs oder Passivfonds sind ebenso fungibel, transparent und bereits für kleine Anlagesummen erhältlich, wie die Aktiven Fonds. Insolvenzgeschützt sind beide Anlageklassen durch den Ausweis als Sondervermögen vom Emittent. Das größte Argument für die Anlage sind deren vergleichsweise geringen Kosten im Vergleich zu einem gemanagten Aktivfonds. Standard bzw. Core-ETFs sind bereits für weniger als 0,5 Prozent erhältlich, wogegen Aktivfonds gerne mal 1,8 aufwärts, plus Transaktionskosten, plus gegebenenfalls eine Erfolgsprämie verlangen. Im Langfristvergleich schlagen nur wenige Fondsmanager den zugrundeliegenden Index, daher bietet sich insbesondere bei Langfriststrategien oder in der Altersvorsorge die Wahl eines ETFs als Anlagemotor an. Kurzfristig gibt es immer wieder Fondsmanager denen es gelingt den Index zu schlagen, die Schwierigkeit liegt allerdings in deren Identifikation und in deren Konstanz.

So gelingt es den Wenigsten dauerhaft den Markt zu übertreffen.

Die Wissenschaft spricht hier auch von Kapitalmarkteffizienz. Märkte sind effizient und richtig allokiert, wogegen oft nur mit dem Eingehen höherer Risiken die Marktrendite dauerhaft schlagbar ist. Wozu also langfristig mehr für das Management bezahlen, wenn dieses ohnehin nicht besser als der zugrundliegende Index ist?

Warren Buffet über ETFs

Anlagen sind bereits für kleine monatliche Sparprämien ab 25,- Euro erhältlich und bieten damit auch Kleinanlegern die Partizipation an. Doch auch der bekannte US-amerikanische Großinvestor Warren Buffet soll seiner Frau empfohlen haben, nach seinem Tode gut 90% seines Vermögens in ETFs zu investieren, mit der Begründung dies sei billiger als Anlagen von Fondsmanagern und langfristig auch rentabler.

Was spricht gegen ETFs als Anlageinstrument?

Den niedrigen Kosten steht die mangelnde Streuung über Märkte und Regionen der ETFs entgegen, aktive Anlagen sind aus Diversifikationsgesichtspunkten meist besser aufgestellt. So stellt beispielsweise der bei Deutschen beliebte DAX-Index lediglich 3% der gesamten Marktkapitalisierung dar. Daher ist das alleinige Kaufen eines oder mehrerer Passivfonds nicht unbedingt zielführend und steht im Gegensatz zur Diversifikation. Die Anbieter von Indexfonds haben auch hierzu bereits seit mehr als 20 Jahren Lösungen parat, indem nicht nur reine Märkte nachgebildet werden, sondern bewusst z.B. auf Value- oder Dividendenfonds in passivbauweise gesetzt wird. Man spricht in diesem Kontext auch von „Smart-ETFs“ oder smarten Indexfonds. Ein Ansatz den wir unseren Kunden bereits seit einigen Jahren erfolgreich offerieren und mit guten Ergebnissen belegen können. Mit einer einfachen Buy-and-Hold-Strategie ist es auch bei Anlagen in ETFs nicht getan.

Ohne Profis geht es auch mit ETFs nicht!

Da auch eine Passive Strategie betreut und aufgelegt werden muss, sollte man sich auch hier eines Investmentspezialisten bedienen. Vermögensverwaltung auf ETF basierten Strategien sind eine transparente Alternative zum Aktiven Management und dies meist zu deutlich geringeren Gesamtkosten, was letztlich Ihren Kontostand erhöht.