Die Niedrigzinsphase erleichtert die Finanzierung und den Bau eines Eigenheims, die Bauversicherung sichert den Immobilientraum ab. Noch bevor der erste Spatenstich gesetzt ist muss sich der Bauherr mit der Frage beschäftigen „Welche Bauversicherung braucht man?“. Es gibt 5 wichtige Bauversicherungen mit denen sich das werdende Eigenheim schützen lässt und finanziellen Schutz vor Schäden bietet.

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1. Bauherrenhaftpflichtversicherung

Der Bauherr haftet für Schäden und Gefahren, welche im Zusammenhang mit dem Bau entstehen oder von ihm ausgehen. Spielende Kinder verletzen sich oder fallen in die Baugrube, ungesicherte Bauteile verletzen Passanten oder Wohngebäude in der Umgebung. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt den Bauherren und sollte rechtzeitig vor Baubeginn beantragt werden. Die Kosten werden meist in Abhängigkeit der Versicherungs- und vor allem der Bausumme bestimmt. In Bauversicherungspaketen gibt es meist Rabatte.

2. Feuerrohbauversicherung (Wohngebäudeversicherung)

Ein Feuer während der Bauphase gefährdet möglicherweise die Arbeit vieler Monate und möglicherweise auch die Existenz des Bauherren. Hier schützt die Feuerrohbauversicherung, welche zumeist kostenlos von der späteren Wohngebäudeversicherung angeboten wird. Tipp: Neben der Feuergefahr ist ein Rohbau auch vor Sturmschäden zu schützen.

3. Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung ersetzt unvorhersehbare Schäden z.B. durch Vandalismus, Unwetter, fahrlässiges Handeln von Handwerkern und auch das Diebstahlrisiko auf einer ‚Baustelle. Beispielsweise wird Ihnen über Nacht die neu eingebaute Heizungsanlage wieder ausgebaut und gestohlen, oder Vandalen hausen auf Ihrer Baustelle und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Insbesondere Diebstahlschäden kommen in unserer Region häufig vor. Die Versicherungsprämie ist zumeist ein Einmalbeitrag, welcher sich nach der Bausumme richtet und für die Dauer des Baus gilt. Meistens bis zu 24 Monate für die entrichtete Prämie.

4. Bauhelfer-Unfallversicherung

Um die Kosten des Hausbaus niedrig zu halten, erbringt man sogenannte Eigenleistungen mit der Hilfe von Helfern, z.B. Verwandten, Freunden oder Nachbarn. Ein Unfall auf der Baustelle kann für den Bauhelfer schwere Auswirkungen haben, daher gilt hier für Bauhelfer ein gesetzlicher Unfallschutz durch die Berufsgenossenschaft (Bau-BG). Der Bauherr ist verpflichtet Bauhelfer anzumelden. Ein Versäumnis wird mit Bußgeldern belegt. Es ist auch egal ob der Helfer nur kurz-lang, einmalig-mehrmalig oder entgeltlich-unentgeltlich tätig ist, es gilt immer der gesetzliche Arbeitsschutz auf dem Weg zur Arbeit und auf der Baustelle vor Ort. Der Bauherr und Bauherrenehepartner sind nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Es kann für Sie ein freiwilliger Schutz über die BG Bau oder eine private Bauhelfer-Unfallversicherung abgeschlossen werden. Prinzipiell sollten alle Bauhelfer über eine private Bauhelfer-Unfallversicherung abgesichert werden, da der gesetzliche Schutz nicht immer für alle Familienmitglieder greift und Leistungen der gesetzlichen Unfallvorsorge ergänzt werden. Die Leistungen dieser Bauversicherung sind mit der einer privaten Unfallversicherung gemein und bieten Einmalbeiträge, Rentenleistungen, Tagegelder, Todesfallschutz oder kosmetische Operationen.

5. Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke

Von einem unbebauten Grundstück können Gefahren ausgehen, wenn der Eigentümer gegen seine Verkehrssicherungspflicht verstößt und beispielsweise im Winter Passanten auf Eis stürzen oder Bäume umliegend Schaden verursachen. Insbesondere wenn Grundstücke nicht unbebaut bleiben sollte die Bauversicherung Haftplicht für unbebaute Grundstücke dringend bezogen werden. Tipp: Oftmals ist ein Einschluss in eine Private Haftpflichtversicherung ohne Mehrbeitrag möglich.

Gerne prüfen wir Ihr Vorhaben oder bestehenden Versicherungsschutz auf notwendige Bauversicherungen.