Der Staat macht die Riester-Rente in 2018 noch attraktiver. Mit den Beschlüssen ändern sich für Sparer ab 2018 im wesentlichen fünf Punkte. Die Zulagen werden erhöht, das Verfahren verbessert, Kleinstbetragsrenten werden abgefunden und dürfen zeitlich verlegt werden, die Doppelverbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung von Betriebs-Riester-Renten enfällt und es wird zukünftig keine volle Anrechnung mehr zur Grundsicherung geben. Im Einzelnen…

1. Erhöhung der Grundzulage

Die Riestergrundzulage steigt 2018 auf 175 Euro von bisher 154 Euro an. Vorausgesetzt es werden wie bisher mindestens 4% der jährlichen Bruttoeinkünfte, maximal aber 2100 Euro in einen Riestervertrag eingebracht. Die Kinderzulagen bleiben unverändert bei 185 beziehungsweise 300 Euro. Mit der Erhöhung wird die Riester-Rente 2018 in gewissem Masse attraktiver, gerade für niedrigere Einkommen und Anhängselverträge. Schade, dass der seit Einführung der Rente im Jahr 2002 maximale Förderbetrag von 2100 Euro unangetastet blieb. Gerade hier wäre eine Inflationsbereinigung dringend notwendig gewesen.

2. Verfahrensverbesserung

Der Förderkreis der Beamten, Richter, Soldaten etc. musste bisher einwilligen, dass die Besoldungsstelle ihre Besoldungsdaten an die ZfA übermittelt (Zentrale Zulagenstelle). Diese Übermittlung musste bisher bis zwei Jahre nach dem Beitragsjahr erfolgen. Dies ist nun in jedem Falle auf das jeweilige Beitragsjahr verlegt worden. Damit können Fehler früher erkannt werden und im Laufe eines Feststellungsverfahrens ggf. noch rechtzeitig korrigiert werden um Rückforderungen zu vermeiden.

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3. Kleinbetragsrentenabfindung

Bei sehr kleinen Riesterrentenansprüchen dürfen die Anbieter die Kleinstrenten mit einem Einmalbeitrag abfinden. Dieser war immer voll steuerpflichtig im Jahr der Auszahlung. Mit der steuerlichen “Fünftelregelung” ab dem Jahr 2018 wird dieser Nachteil abgemildert. Zusätzlich wird die Riester-Rente in 2018 auch ein Wahlrecht besitzen entweder die Abfindungszahlung zu Beginn der Auszahlungsphase zu erhalten, oder aber zum 1. Januar des darauffolgenden Jahres, wenn eventuell eine Steuerbelastung geringer ausfällt.

4. Grundsicherung und Riester-Rente in 2018

Für Menschen, die später auf Grundsicherung angewiesen sind lohnte sich eine Riesterrente nur bedingt, da diese auf die zu erhaltende Sozialleistung angerechnet wurde. Ab 2018 wird es einen monatlichen Freibetrag von 100 Euro geben und der 100 Euro übersteigende Teil der Rente wird mit 30% angerechnet (Gesamtdeckelung bei 202 Euro monatlich. Für eine konkrete Beispielrechnung kontaktieren Sie uns gerne.

5. Doppelverbeitragung zur Krankenversicherung abgeschafft

In der betrieblichen Altersversorgung konnte man ebenfalls die Riesterförderung einfließen lassen, allerdings unterlagen die Prämien der Krankenversicherungspflicht sowohl in der Ein- wie in der Auszahlphase. Mit dem Einführung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes wird diese Dopperverbeitragung in der gesetzlichen Krankenkasse abgeschafft, um die Förderung in der betrieblichen Altersvorsorge zu stärken.