Diese Frage ist der Dauerbrenner in der Anlageberatung. Unabhängig von der konjukturellen Lage wird immer wieder der Wunsch nach Beratung in Goldanlagen gestellt. „Soll ich in Gold investieren?“ Die Anlageklasse Gold ist umstritten, nahezu religiös wird um die Anlage debattiert. Es gibt viele Möglichkeiten in Gold zu investieren, dabei kann der Anleger direkt physisches Gold in Form von Münzen, Schmuck oder Barren erwerben, oder indirekt über Exchange Trades Funds (ETFs), Zertifikate, Goldfonds, Goldaktien und Exchange Traded Commodities. Indirekte Anlage bilden den Goldpreis ab oder investieren erweitert auch in die Exploration von Gold, z.B. in Goldminen. Kein anderes Investment ist so emotional, Gold symbolisiert Reichtum und war früher auch als Währungsdeckung relevant. Als Schmuck genießt es einen besonderen Stellenwert beim Träger*in. Als „Krisenwährung“ steht es für Werterhalt und Stabilität, nicht selten bei Weltuntergangsfanatiker deshalb besonders beliebt. Besonders bei starken Bärenmärkten und Zeiten hoher Volatilität steigt die Nachfrage nach dem Edelmetall.

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Gold ist begrenzt

Die Gesamtmenge an Gold ist stark begrenzt, neue Quellen werden nur selten entdeckt, so dass das Angebot nicht ausgedehnt werden kann und damit die Nachfrage im Wesentlichen den Preis bestimmt. Starke Kursschwankungen sind allerdings die Regel denn die Ausnahme. Der letzte Goldhype im Jahr 2011 ließ den Preis auf bis zu 1800 Dollar steigen. Heute im November 2018 liegt der Preis bei zirka 1200 Dollar (Goldpreis auf börse-frankfurt.de) Aufgrund der hohen Volatilität eignet sich Gold nicht als größere Anlageposition in Depots, allerdings ist es nur sehr gering mit dem Kapitalmarkt korreliert, so dass aus Risikominimierungsgesichtspunkten eine Beimischung sinnvoll sein kann.

Wie in Gold investieren

Die oben erwähnten Anlagemöglichkeiten haben verschiedene Vor- und Nachteile. Beim physischen Erwerb entstehen Lagerkosten und hohe Transaktionskosten, sowie eine schlechtere Handelbarkeit. Der Kauf und Gewinn ist steuerfrei. Gold-ETFs sind fungibler, günstiger. Goldfonds streuen nicht nur in physisches Gold, sondern auch in andere Goldbezugsanlagen, wie beispielsweise Minen. Da die Länder in denen Gold gefördert wird, meist nicht eben als „sicher“ hinsichtlich politischer, rechtlicher oder steuerlicher Rahmenbedingungen zählen, ist die breite Streuung eines Goldfonds positiv. Nachteilig sind wiederum die höheren Kosten für Erwerb oder Verwaltung der Anlage. Wir halten Goldfonds aufgrund der hohen Liquidität, der breiten Streuung nicht nur im physischen Bereich, der Anlage als Sondervermögen für den Endverbraucher am praktikabelsten. Gerne beraten wir Sie zu der Ausgangsfrage: „Soll ich in Gold investieren?“, und weiteren Fragen der Geldanlage