Die Immobilienpreise sind um 9,6 Prozent in 2017 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Seit nun mehr als 5 Jahren sehen wir deutlich steigende Preise für Wohneigentum. So sind Quadratmeterpreise von 5000 bis 6000 Euro den Quadratmeter in Frankfurt am Main in mittleren bis guten Lagen nahezu Standard. Generell zogen Wohnpreise in den Metropolregionen Berlin, Frankfurt und Hamburg stark an. Besonders in München liegt der Quadratmeterpreis mit 7500 im Durchschnitt und 16,50 Euro je Quadratmeter Mietpreis in der europäischen Spitze. Wobei die Preise in London oder Paris noch deutlich darüber liegen, so kostet ein Quadratmeter in London an die 16500.
Im Vergleich zu den Einkommen liegt man noch relativ günstig in Deutschland, so müssen Franzosen oder Tschechien ein Vielfaches mehr im Vergleich zum Einkommen für Wohneigentum auf den Tisch legen. Richtig ist:

„Viele Kunden stellen sich die Frage, ob Sie sich bei diesen Preisen eine eigene Immobilie noch leisten können“, sagt André Perko, Geschäftsführer der FINANCEDOOR GmbH, Frankfurt am Main.

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Faktoren des starken Preisanstiegs

Zuerst müssen die niedrigen Zinsen als Faktor benannt werden, diese motivieren viele Privatinvestoren den Schritt ins Eigenheim zu unternehmen. Kredite sind schließlich günstig im langjährigen Vergleich. Dies befeuert natürlich die Preise der Wohnungswirtschaft. Auch der seit einigen Jahren spürbare Trend zur Urbanisierung sorgt für eine hohe Nachfrage in den Städten. Kulturelle Angebote oder ärztliche Versorgung lassen viele Ältere in die Städte ziehen. Auch der Städtebau hat die Innenstädte attraktiver in den letzten Jahren gemacht. Das Segment des luxuriösen Wohnens in den Zentrallagen ist ein stark zunehmendes Segment in den letzten Jahren. Für Frankfurt ist die steigende Nachfrage durch den Brexit und dem damit verbundenen Zuzug kaufstarker Gruppen auf den Wohnungsmarkt ein wichtiger Faktor für die Immobilienpreise auch für die kommenden Jahre.

Baukindergeld und Co. für niedrige Immobilienpreise

Politisch ist man zwar bemüht über wieder stärkeren sozialen Wohnungsbau oder das Baukindergeld auch Einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen das Wohneigentum zu ermöglichen, jedoch dürften diese Maßnahmen bei weitem nicht den gewünschten Effekt erzielen. Wie sollen sich normale Einkommensgruppen noch Eigentum in den Metropolregionen leisten können? Betrachtet man Paris oder London haben Sie dort einen deutlich höheren Anteil von Pendlergruppen aus dem niedrigeren Einkommensbereich, welche gezwungenermaßen weite Anfahrten zur innerstädtischen Arbeit leisten müssen. Hier sind Stadtplanung und Politik gefordert, wobei auch der fehlende Platz oder die fehlenden Grundstücke die Arbeit erschweren. „Verdichtung“ bestehender Bauten oder Lückenfüllung müssen zukünftig einen stärkeren Raum einnehmen. Dies geschieht beispielsweise u.a. durch die Umwidmung von Gewerbe in Wohnraum, so steht das ein oder andere ehemalige Gewerbehochhaus in Frankfurt nun als Wohnturm betitelt. Überhaupt ist das Wohnen in Wohntürmen aktuell „en vogue“ in Frankfurt.

Was kümmert es uns

Die Beschaffung oder besser die Finanzierung von Wohneigentum für unsere Kunden ist eine sehr schöne Aufgabe, der wir sehr gerne nachkommen. Die positiven Emotionen und Gefühle, welche mit einer eigenen Immobilie verbunden sind, sind auch unser Antrieb in der Verwirklichung Ihrer Träume.