Bei dem Solidaritätszuschlag handelt es sich um eine sogenannte Ergänzungsabgabe. Sie wird als Steuer zur Köperschafts- und Einkommensteuer erhoben. Für viele Verbraucher ist sie ein Ärgernis, denn sie erhöht die Steuerabgaben. Doch es gibt eine gute Nachricht für dich: Die Soli Abschaffung 2021 steht an. Ob du den Solidaritätsabschlag weiterhin zahlen musst, zeigt dir der Soli Ersparnis Rechner 2021.

Was steckt hinter dem Soli?

Die Geschichte des Solis ist länger, als so mancher denkt. Er ist bereits 1991 eingeführt worden, um die Zusatzausgaben der Bundesrepublik einmalig zu stärken. Damals lag der Zuschlag bei 7,5 % der Einkommensteuer. Doch aus dem einem Mal wurden etliche Male. Seit 1995 ist es ein unbefristeter Aufschlag auf die zu entrichtende Einkommensteuer. Dies ist mit der Wiedervereinigung von Ost- und West-Deutschland begründet worden. Grundsätzlich beläuft sich der Solidaritätsaufschlag auf 5,5 % der individuellen Einkommensteuer – das ist seit 1998 so. Die Freigrenze beläuft sich auf 972 Euro bei Einzelveranlagung und auf 1.944 Euro bei Zusammenveranlagung.

Was ist mit der Soli Abschaffung 2021 gemeint?

Die Bundesregierung hat das Ziel, mit der Soli Abschaffung im Jahr 2021 die Gering- und Mittelverdiener zu entlasten. Aus diesem Grund wird die Freigrenze deutlich angehoben:

  • einst 972 Euro, jetzt 16.956 Euro (bei Einzelveranlagung)
  • einst 1.944 EUR, jetzt 33.912 Euro (Zusammenveranlagung).

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Für wen greift die Soli Abschaffung ab 1. Januar 2021?

Für 90 % aller Steuerpflichtigen fällt der Soli-Zuschlag ab dem 1. Januar 2021 weg, denn sie fallen unter die Freigrenze. Beachtenswert ist außerdem, dass es eine Entlastung für die Besserverdienenden gibt. Während für die Gering- und Mittelverdiener die Freigrenze greift, profitieren die Besserverdiener von der Milderungszone. Somit fällt für weitere 6,5 % der Bevölkerung der Soli-Zuschlag in Teilen weg. Einzig allein die Spitzenverdiener werden ihn weiterhin zahlen – und zwar den vollen Satz.

Entfällt für Selbständige und Unternehmer der Solidaritätszuschlag?

Der Solidaritätszuschlag wird nicht nur für Arbeiter im Rahmen der genannten Freigrenzen abgeschafft, sondern auch für Selbständige. Und auch Personengesellschaften wie OHG und KG sowie Einzelunternehmen profitieren von der Soli-Abschaffung, wenn sie nur Gewerbeeinkünfte erwirtschaften und die Gewinne unter die Einkommensteuer fallen.

Was hat es mit der Milderungszone beim Soli-Zuschlag auf sich?

Sollte das Einkommen nur ein wenig über der Freigrenze liegen, rutscht der Arbeitnehmer automatisch in die Milderungszone. So muss er den Soli-Zuschlag zwar noch bezahlen, aber nicht in kompletter Höhe. Innerhalb dieser Zone passt der Fiskus den Soli Schritt für Schritt an. Als Maßstab greift das Einkommen. Kurzum: Umso mehr du verdienst, umso höher ist der Solidaritätszuschlag. Folgende Aufstellung verdeutlicht dies:

  • Jahreseinkommen (brutto) bis 73.000 Euro für Alleinstehende und 151.000 Euro für Verheiratete = Soli-Zuschlag entfällt komplett
  • Jahreseinkommen (brutto) zwischen 73.000 Euro und 109.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 151.000 Euro und 221.000 Euro (Verheiratete) = Soli-Zuschlag entfällt teilweise
  • Jahreseinkommen (brutto) über 109.000 Euro (Alleinstehende) bzw. 221.000 Euro (Verheiratete) = voller Soli-Zuschlag wird fällig

Wie beeinflusst der Kinderfreibetrag den Soli?

Wenn du einen Blick auf deinen Steuerbescheid wirfst, dann wirst du sehen, dass dir in einer eigenen Rubrik die Höhe des Soli-Zuschlags ausgewiesen wird. Er wird wie die Kirchensteuer per Einkommensteuerbescheid von dem Fiskus bestimmt. Liegt ein Lastschriftmandat vor, wird er auch sofort einbehalten. Im Unterschied zur Kirchensteuer kannst du den Soli-Zuschlag jedoch nicht steuerlich absetzen.
Anders sieht es bei dem Kinderfreibetrag aus, den du geltend machen kannst. Dann wird er auf den Soli-Zuschlag angerechnet. Im Klartext bedeutet dies, dass die Bemessungsgrundlage absinkt.

Wie lässt sich der Soli-Zuschlag berechnen?

Wie eingangs erwähnt beläuft sich der Soli-Satz auf 5,5 % der von dir zu zahlenden Einkommensteuer. Er fällt aber 2021 nur noch an, wenn du die Freigrenze überschreitest. Kinderfreibeträge werden im Rahmen der Kalkulation des Solidaritätszuschlags abgezogen, sofern dies nicht bereits bei der Einkommensteuer geschehen ist.

Hier ist ein Beispiel, wie sich der Soli-Zuschlag berechnet:

  • Herr B. ist ledig und hat keine Kinder.
  • Sein Jahreseinkommen beträgt 40.000 Euro brutto.
  • Er zahlt 8.452 Euro an Einkommensteuer.
  • Sein Soli-Zuschlag beläuft sich 2020 auf 8.452 Euro x 5,5 %. Das sind 464,86 Euro.
  • 2021 fällt er unter die Freigrenze und zahlt keinen Solidaritätszuschlag mehr.
  • Ab 2021 spart er 464,86 Euro pro Jahr.

Wie berechne ich meinen Soli-Zuschlag?

Zahlst du 2021 noch den Soli-Zuschlag? Und wenn ja, wie viel wird es sein? Sparst du vielleicht? Du kannst den Betrag ganz leicht berechnen, ohne den Kopf anzustrengen. Nutze dafür nur den Soli-Rechner hier!

Du gibst in den Rechner einige persönliche Daten ein. Dazu gehören unter anderem das Steuerjahr, das Bruttoeinkommen pro Jahr und ein paar Angaben mehr. Selbstverständlich arbeitet der Soli-Rechner zu 100 % anonym. Du nennst also weder deinen Namen noch deine Steuernummer. Mit einem Klick erfährst du dank Soli Ersparnis Rechner 2021, inwiefern du von der Soli-Abschaffung profitierst. Probiere es gleich aus!

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