Die eigene Gesundheit und die Versorgung im Krankheitsfall sind seit der Corona Pandemie wieder verstärkt im Fokus. Die Leistung der eigenen Krankenversicherung hängt vom System ab. Ob Du privat oder gesetzlich versichert bist, entscheidet nicht selten über die Terminvergabe und Qualität der Behandlung. “OMG Du bist in der PKV” oder das pro contra PKV gewinnt im Jahr 2023 an Bedeutung. 

Zufriedenheit mit der Krankenversicherung 

Deutschland ist so ziemlich das einzige Land in Europa mit zwei parallelen Systemen der Krankenvorsorge. Neben der Privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es die gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Die Zufriedenheit mit der Krankenversicherung ist in beiden Systemen sehr hoch. Eine Studie belegt, dass 89 Prozent aller PKV-Versicherten mit dem Gesundheitssystem in Deutschland zufrieden sind. Besonders mit der PKV sind die Versicherten zufrieden. Bei den GKV-Versicherten beläuft sich die Zufriedenheit auf  78 Prozent. Das sind beides im europäischen Vergleich Spitzenwerte und bescheinigen unserem Gesundheitssystem eine gute Note. Niemand muss in unserem Land auf eine dringende Versorgung verzichten, oder erhält bestimmt Leistungen von Alters wegen nicht mehr. Das ist in anderen Ländern man denke beispielsweise an Großbritannien mit den NHS deutlich anders. Dort warten fast 7 Mio. Briten auf eine angeratene OP.  

Pro Contra PKV

Gerne werden in der öffentlichen Debatte Klischees und Halbwahrheiten zur PKV bemüht. Eine mögliche Bürgerversicherung wird politisch motiviert seit Jahrzehnten propagiert. In meinem Beratungsalltag höre ich immer wieder diese Klischees, welche im Bewusstsein vieler potentieller PKV-Kunden schlummern. Es erfordert offene und ehrliche Aufklärung – z.B. mit einem Berater Private Krankenversicherung – über die Systeme, Funktionsweisen und Unterschiede der Systeme zur Krankenversicherung. Viele Verbraucher sind überrascht, welche Vorteile eine PKV bietet, haftet doch der ein oder andere Makel am Ruf der Privaten Krankenversicherung. Es ist nicht alles Gold, was glänzt und natürlich gibt es auch Nachteile und Contra zur PKV. Unsere Erfahrung als Finanzberater Frankfurt zeigt aber, dass unsere Kunden sehr gut eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen können, wenn Sie alle Details des pro contra PKV kennen. Diese Entscheidung fällt auch gegen die PKV und für die GKV aus, nicht immer lohnt ein Systemwechsel. Wir sehen unsere Aufgabe zunächst in der Aufklärung und der Behandlung der oftmals vielen Fragezeichen zum Thema Gesundheit.  

Beitrag der GKV 2023 

Der Zusatzbeitrag den die Kassen 2023 erheben wird von derzeit durchschnittlich 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent im Jahr 2023 steigen. Das ist eine Steigerung von satten 23 Prozent. Gleichzeitig wird der Zugang zur Privaten Krankenversicherung durch die Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze auf 66.600 Euro erschwert. Ein freiwilliges Mitglied einer GKV erfährt durch die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ohnehin eine jährliche Steigerung. Für 2023 wird die BBG auf 59.850 Euro erhöht, was eine Erhöhung um 3,5 Prozent bedeutet. Ein Gutverdiener erfährt somit jährlich eine hohe Steigerung im gesetzlichen System. Selbstverständlich gibt auch in der Privaten Versicherung Steigerungen.  

pkv vor gkv in der beitragsentwicklung
PKV vor GKV in der Beitragsentwicklung 2013 bis 2023 (Quelle: PKV)

Für Beamte ist PKV günstiger 

Gut 95 Prozent aller Beamten sind in der PKV mit Beihilfeanspruch versichert. Im Jahr 2018 hat die Hansestadt Hamburg als erstes Land die Wahlfreiheit für Neu-Beamte eingeführt. Das Land zahlt einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenkasse. Weitere Bundesländer diskutieren diesem Beispiel zu folgen. Berechnungen ergeben allerdings klar, dass für einen durchschnittlichen Beamtenhaushalt die PKV günstiger ist. Mit der Wahl der GKV gibt es keinerlei zukünftige Wahlmöglichkeit mehr. Der Beamte ist quasi an die Hansestadt gebunden. In anderen Bundesländern würde der Zuschuss nach einem Umzug fehlen. Der Versicherte muss die gesamte Prämie alleine tragen. 

Contra Zweiklassenmedizin 

Immer wieder wird die Karte der Zweiklassenmedizin gespielt, und behauptet, wenn die PKV erst weg wäre, würde es auch keine Unterschiede mehr geben. Dabei liegt die bessere Behandlung oder Bevorzugung nicht an der Privaten Krankenversicherung, sondern vielmehr an der Budgetierung und Limitierung der Leistungen einer gesetzlichen Kasse. Auch der Blick über den Tellerrand zu unseren europäischen Nachbarn kann hier helfen. Bei unseren Nachbarn gibt es bereits lange eine Einheitsmedizin, wobei die Bevorzugung der Versicherten mit einer Krankenzusatzversicherung oder mit direkter Arztbezahlung viel ausgeprägter ist als bei uns. Dies sollten wir lieber nicht ohne Not in Deutschland implementieren. Das Miteinander der Systeme und auch die teilweise Quersubvention des GKV-Systems durch die PKV hat sich bewährt. Ob aber in Deinem individuellen Einzelfall die „OMG Du bist in der PKV“ oder eine gesetzliche Kasse die bessere Wahl ist, müssen wir unter Kenntnis aller Fakten in Ruhe besprechen. Hol Dir die Fachkompetenz unserer Versicherungsmakler, Gerne beraten wir Dich zu einem möglichen GKV-PKV-Wechsel. 

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