Lohnt sich der Kauf eines ETFs für Dich? Was macht ETFs für Anleger attraktiv? Die Zuflüsse in die börsengehandelten Fonds sind enorm und wachsen seit Jahren. Allein im Februar 2021 legten Kapitalanleger weltweit 122 Milliarden Euro in Aktien ETFs und 69 Milliarden in Anleihe ETFs, mit weiteren Zuflüssen in Sektor-, Themen oder Smart-Beta-Strategien. Die Anlagen bilden dabei einen Markt oder Index möglichst exakt nach und verfolgen dabei keine eigene Anlagestrategie. Durch diesen fehlenden aktiven Handel spricht man auch von passiven Fonds.

Was macht ETFs oder Indexfonds so attraktiv?

ETFs bzw. Passivfonds sind wie aktive Fonds sehr fungibel, transparent und bereits für kleine Anlagesummen erhältlich. Damit eignen Sie sich neben der Anlage von Einmalbeiträgen insbesondere auch zum Sparen ratierlicher Beträge dem ETF Fondssparen. Insolvenzgeschützt sind Fondsanlageklassen durch den Ausweis als Sondervermögen beim Emittenten. Das stärkste Argument für die ETF-Anlage sind deren vergleichsweise geringen Kosten im Vergleich zu einem gemanagten Aktivfonds. Standard oder Core-ETFs sind bereits für weniger als 0,3 Prozent Verwaltungskosten erhältlich und damit relativ günstig. Aktivfonds kosten gerne mal 1,8 Prozent aufwärts, plus möglicher Transaktionskosten, plus gegebenenfalls einer Erfolgsprämie. Langfristig schlagen nur wenige Fondsmanager den zugrundeliegenden Index (Benchmark), daher bietet sich insbesondere bei längerfristigem Sparen oder in der Altersvorsorge ein ETF Sparen als Anlagemotor an. Kurzfristig gibt es immer wieder Fondsmanager denen es gelingt den Index zu schlagen, die Schwierigkeit liegt allerdings in deren Identifikation bei Kauf und im dauerhaften Erfolg.

Wenige Fonds übertreffen dauerhaft den Markt

Wenige aktive Fonds schlagen langfristig den zugrundeliegenden Markt: Die Wissenschaft spricht hier auch von Kapitalmarkteffizienz. Märkte sind immer effizient und richtig verteilt, wogegen oft nur mit dem Eingehen höherer Risiken die natürliche Marktrendite dauerhaft schlagbar ist. Wozu also langfristig mehr für das Management bezahlen, wenn dieses ohnehin nicht besser als der zugrundeliegende Index ist oder das Anlagerisiko signifikant steigt.

Anlagelegende Warren Buffet über ETFs

Anlagen sind bereits für kleine monatliche Sparprämien ab 25,- Euro erhältlich und bieten damit auch Kleinanlegern die Partizipation am Kapitalmarkt. Der bekannte US-amerikanische Großinvestor Warren Buffet soll seiner Frau einmal empfohlen haben, nach seinem Tode gut 90% seines Vermögens in ETFs zu investieren, mit der Begründung: dies sei billiger als Anlagen von aktiven Fondsmanagern und langfristig auch rentabler. Warren Buffet ist mit seiner Firma Berkshire Hathaway eine Kapitalmarktlegende.

Was spricht gegen die Anlage in ETFs

Den niedrigen ETF Kosten steht nicht selten die mangelnde Streuung über Märkte (Diversifikation) und Regionen entgegen, aktive Anlagen können eine breite Streuung erreichen. So stellt beispielsweise der bei deutschen Anlegern beliebte DAX-Index die Werte der größten 30 deutschen Börsenunternehmen dar, die sogenannten Blue Chips. Deutschland als Ganzes stellt aber lediglich 3% der gesamten Aktienmarktkapitalisierung dar. Das alleinige Kaufen eines oder mehrerer Passivfonds ist nicht unbedingt zielführend und steht im Gegensatz zur Diversifikation. Die Anbieter von Indexfonds haben hierzu bereits seit mehr als 20 Jahren Lösungen parat, die nicht nur reine Einzelmärkte nachbilden, sondern bewusst Themen, Sektoren- oder Smart-Beta-Strategien aufgreifen, z.B. mit Value-ETFs oder Dividendenfonds. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Smart-ETFs“ oder smarten Indexfonds. Ein Ansatz den wir unseren Kunden bereits seit einigen Jahren erfolgreich offerieren und mit guten empirischen Ergebnissen belegen können. Fazit: Mit einer einfachen Buy-and-Hold-Strategie ist es auch bei Anlagen in ETFs nicht getan.

ETFs alleine machen noch keine Strategie

André Perko, Geschäftsführer und Inhaber der Financedoor Finanzberatung Frankfurt am Main

Ohne Vermögensberater geht es auch mit ETFs nicht

Da auch eine Passivstrategie betreut und aufgelegt werden muss, solltest Du hier die Hilfe einer professionellen Vermögensverwaltung suchen. Ein Vermögensberater ist langfristig ein Renditeturbo im Vergleich zur Plain Vanilla Anlage in Markt-ETFs. Die FINANCEDOOR Anlagephilosophie vereint die Vorteile von ETF Anlagen in einer sicherheitsorientieren Vermögensverwaltung bei niedrigen Gesamtkosten. Informiere Dich einfach bei Deinem Finanzberater.