Erfahre, wie lange Dein Vermögen reichen kann, welche Entnahmestrategien sinnvoll sind und wann eine individuelle Ruhestandsplanung hilfreich wird.
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So hilft Dir der Entnahmerechner: Mit dem Entnahmerechner erhältst Du eine erste Orientierung, wie lange Dein Vermögen im Ruhestand reichen kann. Du gibst Startkapital, erwartete Rendite, Inflationsrate und monatliche Entnahme ein. Daraus berechnet der Rechner, über welchen Zeitraum Dein Kapital voraussichtlich ausreicht.
Die Berechnung ersetzt keine individuelle Beratung, hilft Dir aber, typische Planungsfehler früh zu erkennen.
So funktionieren die Eingaben
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Startkapital
Hier trägst Du das Vermögen ein, das Dir für die Entnahme zur Verfügung steht. Je höher das Startkapital, desto länger kann Dein Vermögen bei gleicher Entnahme reichen.
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Rendite
Hier gibst Du die erwartete durchschnittliche jährliche Rendite an. Sie beeinflusst, wie stark sich Dein Vermögen während der Entnahmephase weiterentwickeln kann.
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Inflationsrate
Die Inflation zeigt, wie sich die Kaufkraft im Zeitverlauf verändert. Sie ist wichtig, weil steigende Lebenshaltungskosten Deine Entnahmeplanung langfristig beeinflussen können.
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Entnahmerate
Hier legst Du fest, wie viel Geld Du monatlich aus Deinem Vermögen entnehmen möchtest. Schon kleine Änderungen können die Haltedauer deutlich verlängern oder verkürzen.
👉 Ergebnis professionell einordnen lassen
Du möchtest nicht nur die Haltedauer Deines Vermögens berechnen, sondern Deine Entnahmen gemeinsam mit gesetzlicher Rente, Depot, Immobilien und Versicherungen betrachten? Dann kann eine individuelle Ruhestandsplanung sinnvoll sein.
Entsparen bedeutet, Dein Vermögen im Ruhestand planvoll in laufendes Einkommen umzuwandeln. Dabei geht es nicht nur darum, wie viel Kapital Du hast, sondern auch darum, wie lange es reichen soll, wie flexibel Deine Entnahme sein muss und welche Risiken berücksichtigt werden sollten.
Zu hohe Entnahmen können dazu führen, dass Vermögen früher aufgebraucht wird als geplant. Zu vorsichtige Entnahmen können dagegen bedeuten, dass Du Deinen Lebensstandard unnötig einschränkst. Ein guter Entnahmeplan schafft deshalb eine Balance zwischen Sicherheit, Flexibilität und Lebensqualität.
Wichtig ist außerdem: Inflation, Marktschwankungen, Steuern und unerwartete Ausgaben verändern die Rechnung. Deshalb sollte ein Entnahmeplan nicht nur auf einer groben Schätzung beruhen, sondern zu Deiner persönlichen Situation passen.
Wenn mehrere Bausteine zusammenkommen, etwa gesetzliche Rente, Depot, Immobilie oder Versicherungen, wird eine strukturierte Rentenplanung besonders wertvoll.
Abb.1: Verbraucherpreisindex. Quelle: Statistisches Bundesamt
Schlechte Börsenjahre am Anfang können teuer werden
Wer direkt zu Beginn des Ruhestands in eine schwache Marktphase gerät und gleichzeitig regelmäßig Geld entnimmt, setzt sein Vermögen stärker unter Druck. Denn in fallenden Märkten werden Anteile zu niedrigeren Kursen verkauft. Das kann dazu führen, dass sich das Depot später schlechter erholt. Eine Planung berücksichtigt dieses Risiko und plant Puffer sowie flexible Entnahmen mit ein. Genau deshalb sollte eine gute Entnahmestrategie immer Teil einer umfassenden privaten Finanzplanung sein.
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Fester monatlicher Entnahmebetrag
Du entnimmst jeden Monat den gleichen Betrag. Diese Strategie ist leicht verständlich und gut planbar. Sie kann aber problematisch werden, wenn Märkte schwächer laufen oder sich Deine Lebenssituation verändert.
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Prozentuale Entnahme
Du entnimmst regelmäßig einen festen Prozentsatz Deines Vermögens. Dadurch passt sich die Entnahme an die Vermögensentwicklung an. Der Nachteil: Dein verfügbares Einkommen kann schwanken.
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Dynamische Entnahme
Du passt die Entnahme an Marktverlauf, Vermögensstand oder Lebensphase an. Diese Strategie ist oft robuster als starre Modelle, verlangt aber mehr Planung und Disziplin.
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Entnahme mit geplantem Restkapital
Nicht jeder möchte das gesamte Vermögen aufbrauchen. Wer Reserven behalten, größere Ausgaben absichern oder Vermögen weitergeben möchte, sollte Restkapital von Anfang an bewusst einplanen.
100.000 Euro Vermögen:
Wie verändert sich die Laufzeit, wenn Du monatlich 400, 500 oder 700 Euro entnimmst?
Schon kleine Unterschiede bei der monatlichen Entnahme können langfristig große Auswirkungen haben. Wer mehr entnimmt, hat kurzfristig mehr finanziellen Spielraum, erhöht aber das Risiko, dass das Vermögen früher aufgebraucht ist.
Beispiel: Ein Entnahmeplan über 30 Jahre von 500 Euro per Monat aus 100000 Euro Vermögen. Bei Anlagerenditen eines Festgeld oder Sparbuchs wäre das Restkapital 0 Euro. Bei einer durchschnittlichen Anlagerendite von 4,78 Prozent (Renten) beträgt das Restkapital noch 11848 Euro. Mit der durchschnittlichen Rendite von 7,38% des MSCI World eines global gestreuten Aktien-ETFs beträgt das Restkapital noch 215.223 Euro. (Renditen der Indizes zu 12/2025).
250.000 Euro Vermögen
Welche Entnahme ist realistisch, wenn zusätzlich eine gesetzliche Rente vorhanden ist?
Hier wird besonders deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen vorhandenem Vermögen und laufenden Einkünften ist. Nicht immer muss das Vermögen allein den Lebensstandard sichern.
500.000 Euro Vermögen
Wie wirkt sich der Unterschied zwischen vollständigem Kapitalverbrauch und geplantem Restkapital aus?
Wer Vermögen nicht vollständig aufbrauchen möchte, braucht einen anderen Plan als jemand, der das Kapital konsequent für den Ruhestand einsetzen will. Genau deshalb ist eine individuelle Betrachtung für 500000 Euro sinnvoll.
Ein Rechner ist ein guter erster Schritt. Eine individuelle Ruhestandsplanung wird dann sinnvoll, wenn Du keine grobe Schätzung mehr möchtest, sondern einen belastbaren Plan für Deinen Ruhestand brauchst.
Das gilt besonders dann, wenn mehrere Vermögensbausteine zusammenspielen oder wenn Du wissen möchtest, wie hoch Deine Entnahme realistisch sein kann, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Geeignet für Dich, wenn …
✔️ Du wissen möchtest, wie hoch Deine sichere Entnahme sein kann
✔️ Du mehrere Vermögensbausteine kombinierst
✔️ Du vermeiden willst, Dein Kapital zu früh aufzubrauchen
✔️ Du Restkapital oder Vererbung berücksichtigen möchtest
✔️ Du eine klare Strategie statt grober Schätzungen suchst
Aus einer ersten Berechnung wird erst dann ein belastbarer Plan, wenn Deine Einnahmen, Vermögensbausteine, Puffer und Ziele gemeinsam in einer Ruhestandsplanung betrachtet werden.
Transparenz, Hinweise und Quellen
Dieser Inhalt dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Welche Entnahmestrategie für Dich sinnvoll ist, hängt von Deiner persönlichen Situation, Deinen Zielen und Deiner Risikobereitschaft ab.
Beispielrechnungen dienen nur der Orientierung und arbeiten mit Modellannahmen.
Ist ein ETF-Depot auch in der Entnahmephase sinnvoll?
Ob ein ETF-Depot in der Entnahmephase sinnvoll ist, hängt von Risiko, Laufzeit und Gesamtstrategie ab. Wenn Du klären möchtest, wie ein Depot in der Auszahlungsphase strukturiert sein sollte, kann eine unabhängige ETF-Beratung sinnvoll seinRatgeber: ETF-Portfolio-Beispiel.

