Finanzplanung? Passt auf einen Bierdeckel!
Neulich bei einem Treffen mit Freunden kam die Frage auf: „Wie schaffst Du es eigentlich, den Überblick über Deine Finanzen zu behalten?“ Die Antwort war simpler als gedacht – und passte buchstäblich auf den Bierdeckel vor uns. Ein einfacher Finanzplan muss nicht kompliziert sein. Du brauchst keine Tabellenkalkulation mit 50 Spalten, eine App oder teure Software. Vier Bereiche reichen: Einnahmen, Ausgaben, Besitz und Schulden. Diese vier Quadranten bilden das Fundament, um einen soliden Finanzplan zu erstellen – egal ob Du gerade im ersten Job steckst, eine Familie ernährst oder eine Erbschaft erhalten hast.

Quadrant 1: Einnahmen – Deine finanzielle Basis
Was zählt wirklich?
Einnahmen sind Dein Motor. Dazu gehört Dein Nettogehalt, aber auch Nebenverdienste, Mieteinnahmen, Kindergeld oder Boni. Unterscheide zwischen fixen Einnahmen (Gehalt, das jeden Monat kommt) und variablen Einnahmen (Freelance-Projekte, Prämien, Verkäufe).
Der 1-Minute-Check
Schnapp Dir Dein Handy und notiere alle Einkommensquellen der letzten drei Monate. Addiere sie und teile durch drei – fertig ist Dein durchschnittliches Monatseinkommen. Dieser Wert ist die Grundlage für alle weiteren Schritte in Deinem Finanzplan.
Praxis-Tipp
Viele unterschätzen variable Einnahmen oder vergessen steuerliche Rückerstattungen. Ein systematischer Überblick hilft enorm.
Quadrant 2: Ausgaben – Wo verschwindet Dein Geld?
Fix vs. variabel macht den Unterschied
Fixkosten sind Miete, Versicherungen, Sparraten und Abos – die monatlich wiederkehren. Variable Ausgaben sind Lebensmittel, Kleidung, Freizeit. Der Trick: Fixkosten sollten maximal 50–60% Deiner Einnahmen ausmachen, damit Du Spielraum für Unvorhergesehenes hast.
3 schnelle Sparhebel
- Abo-Check: Welche Streaming-Dienste, Apps oder Mitgliedschaften nutzt Du wirklich? Kündige, was Du nicht brauchst.
- Versicherungsvergleich: Alle 2–3 Jahre Tarife checken kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen.
- 50-30-20-Regel anwenden: 50% Fixkosten, 30% Lifestyle, 20% Sparen – eine einfache Formel für Balance.
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Quadrant 3: Besitz (Vermögen) – Was hast Du bereits?
Mehr als nur das Girokonto
Besitz ist alles, was Dir gehört: Guthaben auf Konten, ETFs, Aktien, Immobilien, Autos (Restwert), Schmuck oder Wertgegenstände. Unterscheide zwischen liquiden Assets (schnell verfügbar wie Tagesgeld) und langfristigem Vermögen (Immobilien, Altersvorsorge).
Die 2-Minuten-Vermögensbilanz
Liste alle Vermögenswerte auf – digital oder auf Papier. Summiere sie. Das ist Dein aktueller Besitz. Diese Zahl zeigt Dir, wie viel „Puffer“ Du hast und wie gut Du für Notfälle oder Investitionen aufgestellt bist.
Ziel im Blick behalten
Ein gesunder Finanzplan bedeutet: Dein Besitz wächst kontinuierlich. Selbst 50–100 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan machen nach 10 Jahren einen riesigen Unterschied. Nicht sicher, wo Du anfangen sollst? Buche ein kostenloses Erstgespräch bei FINANCEDOOR – wir zeigen Dir konkrete Strategien zur unabhängigen Geldanlageberatung.
Quadrant 4: Schulden – Ehrlich hinschauen lohnt sich
Gute vs. schlechte Schulden
Nicht alle Schulden sind böse. Gute Schulden (z. B. ein günstiger Immobilienkredit) bauen Vermögen auf. Schlechte Schulden (Dispokredite, Ratenzahlungen mit hohen Zinsen) kosten Dich bares Geld. Priorisiere die Tilgung teurer Schulden – ein Dispo mit 10% Zinsen ist Gift für Deinen Finanzplan.
3 Schritte zur Schuldenreduktion
- Schulden auflisten: Kredite, Dispokredite, Ratenkäufe – alles notieren mit Zinssatz und Restbetrag.
- Priorisierung nach Zinssatz: Zahle zuerst die teuersten Schulden ab (Lawinen- oder Schneeball-Methode).
- Automatisierung: Richte Daueraufträge ein, damit Du Tilgung nicht vergisst.
Lass Dich unterstützen
Schulden können erdrückend wirken, aber Du bist nicht allein. Nutze unseren Private Finanzcheck, um Szenarien durchzuspielen – oder buche ein Erstgespräch bei FINANCEDOOR. Manchmal hilft ein frischer Blick von außen, um schneller schuldenfrei zu werden.
Fazit: Dein Finanzplan passt auf einen Bierdeckel – und verändert Dein Leben
Merke Dir diese Regel: Besitz muss später Deine Ausgaben decken können. Das ist das Ziel jeder soliden Privaten Finanzplanung. Einnahmen fließen, Ausgaben werden kontrolliert, Besitz wächst, Schulden schrumpfen – und irgendwann arbeitet Dein Geld für Dich, nicht umgekehrt.
Dein nächster Schritt (dauert 2 Minuten)
Schnapp Dir einen echten Bierdeckel oder ein Blatt Papier. Zeichne vier Quadranten. Fülle sie aus: Einnahmen, Ausgaben, Besitz, Schulden. Dieser simple Akt verschafft Klarheit und ist der erste Schritt zur finanziellen Freiheit.
Noch besser: Lade unsere Bierdeckel-Checkliste als PDF herunter – mit konkreten Fragen und Tipps für jeden Quadranten. Und wenn Du magst, buche einen kostenlosen 15-Minuten-Erstcheck mit unseren Finanzexperten. Wir helfen Dir, aus dem Bierdeckel-Plan einen echten Fahrplan zu machen.
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Bei komplexen Steuersituationen, hohen Schulden oder speziellen Anlagefragen empfehlen wir das Gespräch mit einem zertifizierten Finanzberater.
Finanzberater, CEO + Gründer der Frankfurter FINANCEDOOR GmbH.
Ich schreibe über die Praxis unserer Privaten Finanzberatung. Alltägliches und Wissenswertes aus den Bereichen: Anlageberatung, Altersvorsorge, Vorsorge und Versicherung.