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myLife Lebensversicherung Erfahrungen: Wie gut sind myLife Invest & Invest Rente? 

Die myLife Lebensversicherung fällt vor allem durch ihre Nettotarife und die große Auswahl an Fonds und ETFs auf. Doch wie gut sind myLife Invest und myLife Invest Rente tatsächlich – und welche Kosten oder Nachteile solltest du vor einem Abschluss kennen? Wir ordnen die Produkte anhand aktueller Unterlagen, Unternehmensdaten und unserer Erfahrungen aus der Vertragsprüfung ein.

Wer nach Erfahrungen mit der myLife Lebensversicherung sucht, steht häufig bereits vor einer konkreten Entscheidung: Ein Angebot für myLife Invest oder myLife Invest Rente liegt vor, ein bestehender Vertrag soll überprüft werden oder die Versicherungslösung soll mit einem klassischen ETF-Depot verglichen werden.

Auf den ersten Blick wirkt das Konzept interessant. myLife setzt bei verschiedenen Produkten auf sogenannte Nettotarife, bei denen keine klassischen Abschlussprovisionen in den Versicherungsvertrag eingerechnet werden. Gleichzeitig steht eine große Auswahl an Fonds und ETFs zur Verfügung. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Vertrag günstig oder für jeden Anleger sinnvoll ist. Neben den Kosten des Versicherungsvertrags können beispielsweise separate Beratungs- oder Vermittlungshonorare entstehen.

💡 Auf dieser Seite schauen wir deshalb genauer hin. Wir zeigen dir, wie myLife Invest und myLife Invest Rente funktionieren, welche Kosten entstehen können, welche Vor- und Nachteile die Vertragsmodelle haben und welche Erfahrungen wir bei der Prüfung entsprechender Angebote gemacht haben.

Dabei unterscheiden wir bewusst zwischen überprüfbaren Produkt- und Unternehmensdaten, unseren eigenen Erfahrungen aus der Beratung sowie unserer fachlichen Einordnung. So kannst du besser beurteilen, welche Punkte bei einem konkreten myLife-Angebot tatsächlich relevant sind.

myLife Erfahrungen auf einen Blick 

Unsere Kurzbewertung

➕ Nettotarife ohne eingerechnete Vermittlungsprovision

➕ sehr große Fonds- und ETF-Auswahl

➕ flexible Investmentmöglichkeiten und digitales Vertragsmanagement

➕ langjährige Spezialisierung auf Nettoversicherungen

❓ Zu prüfen: zusätzliche Beratungs- und Servicehonorare

❓ Zu prüfen: Gesamtkosten des konkreten Angebots

❓ Zu prüfen: tatsächlicher Mehrwert gegenüber Depot oder alternativer Nettopolice

Unsere Erfahrungen mit der myLife Lebensversicherung sind über viele Jahre grundsätzlich positiv, vor allem bei fondsgebundenen Nettotarifen. FINANCEDOOR begleitet bereits seit 2009 Kunden mit myLife-Verträgen und hat dadurch sowohl ältere Vertragsgenerationen als auch neuere Produkte wie myLife Invest in der Praxis kennengelernt.

Positiv fallen aus unserer Sicht insbesondere die provisionsfreie Tarifstruktur, die umfangreiche Fonds- und ETF-Auswahl sowie die vergleichsweise flexible Gestaltung der Investmentlösungen auf. Gleichzeitig sollte ein myLife-Vertrag nicht allein anhand der Produktkosten beurteilt werden. Bei Nettopolicen kommen häufig separate Beratungs- oder Servicehonorare hinzu, die erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten haben können.

🌟 Unsere Einschätzung lautet deshalb nicht „myLife ist grundsätzlich gut oder schlecht“. Entscheidend ist die konkrete Kombination aus Tarif, Kapitalanlage, Laufzeit, Honorar und Betreuung.

Wie wir myLife bewerten 

Unsere Einschätzung basiert nicht ausschließlich auf Herstellerangaben. Wir betrachten die Produkte aus mehreren Perspektiven und trennen dabei klar zwischen überprüfbaren Fakten, unseren Beratungserfahrungen und unserer fachlichen Bewertung.

Bei der Analyse achten wir insbesondere auf:

👉 Kosten: Welche laufenden Vertrags-, Fonds- und gegebenenfalls Beratungskosten entstehen?

👉 Flexibilität: Wie einfach lassen sich Beiträge, Fonds oder die Anlagestrategie während der Vertragslaufzeit verändern?

👉 Fondsauswahl: Welche ETFs und Fonds stehen zur Verfügung und welche Einschränkungen gibt es?

👉 Vertragsstruktur: Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus der Versicherungslösung gegenüber einem direkten Investment?

👉 Transparenz: Sind Kosten, Leistungen und Bedingungen für Kunden nachvollziehbar dargestellt?

👉 Finanzielle Stabilität: Welche Aussagen lassen sich aus Geschäftsberichten, Solvabilitätsdaten und externen Ratings ableiten?

👉 Praxiserfahrung: Welche Punkte fallen uns bei der Prüfung konkreter Angebote und bestehender Verträge regelmäßig auf?

Wichtig: Unsere Einschätzung stellt keine individuelle Anlageempfehlung dar. Ob eine myLife-Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Anlageziel, Laufzeit, Kosten, persönlicher Situation und den verfügbaren Alternativen ab.

Aktualität, fachliche Prüfung und Quellen

Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2026

Fachlich geprüft durch: André Perko, Dipl.-Kfm., Geschäftsführer und Honorar-Finanzanlagenberater §34h bei FINANCEDOOR

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage aktueller Produktinformationen, Unternehmensangaben und öffentlich zugänglicher Fachquellen überprüft. Dabei unterscheiden wir zwischen Herstellerangaben, objektiv überprüfbaren Unternehmens- und Produktdaten sowie unserer eigenen fachlichen Einordnung und Beratungserfahrung.

Berücksichtigte Quellen unter anderem:

• myLife Lebensversicherung AG – aktuelle Produktinformationen und Vertragsunterlagen

• Geschäftsberichte der myLife Lebensversicherung AG

• Solvency and Financial Condition Report (SFCR)

• Veröffentlichungen und Ratings von Assekurata

• öffentlich zugängliche Verbraucher- und Marktinformationen

Hinweis zur Bewertung: Die dargestellten Einschätzungen ersetzen keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung. Ob ein Produkt zu deiner persönlichen Situation passt, hängt unter anderem von deinen Zielen, der Laufzeit, den Gesamtkosten und möglichen Alternativen ab.

Wer ist die myLife Lebensversicherung AG? 

Die myLife Lebensversicherung AG ist ein deutscher Lebensversicherer mit Sitz in Göttingen. Das Unternehmen konzentriert sich heute insbesondere auf fondsgebundene Versicherungs- und Investmentlösungen sowie Nettotarife, bei denen keine klassischen Abschlussprovisionen in den Versicherungsvertrag einkalkuliert werden.

Die Gesellschaft geht auf die 1993 gegründete Gutingia Lebensversicherung AG zurück und firmierte zwischenzeitlich unter Fortis beziehungsweise Ageas. Später gehörte das Unternehmen unter anderem zu Augur Capital und zur Mutschler-Gruppe. Seit 2022 befindet sich myLife innerhalb der IDEAL-Unternehmensgruppe.

Was macht myLife besonders? 

Nettopolicen statt eingerechneter Vermittlungsprovision

Ein wesentlicher Unterschied zu vielen klassischen Lebens- und Rentenversicherungen ist die Nettotarif-Struktur. Bei diesen Tarifen wird keine klassische Vermittlungsprovision in die Versicherungsbeiträge eingerechnet. Die Beratung oder Vermittlung wird stattdessen separat vergütet.

Das kann die Kosten des Versicherungsvertrags transparenter machen. Es bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Gesamtlösung günstig ist. Entscheidend ist zusätzlich, welches Honorar für Beratung, Vermittlung und gegebenenfalls laufende Betreuung vereinbart wird.

Fokus auf Fonds und ETFs

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf kapitalmarktorientierten Versicherungen. Bei myLife Invest stehen nach Angaben des Versicherers aktuell mehr als 7.000 Investmentfonds und ETFs zur Verfügung. Damit ist die Auswahl außergewöhnlich breit und erlaubt sowohl einfache ETF-Portfolios als auch komplexere Fondskonzepte.

Eine große Fondsauswahl ist allerdings nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal für die konkrete Geldanlage. Entscheidend bleibt, welche Fonds tatsächlich gewählt werden, welche Kosten sie verursachen und ob die gewählte Strategie zum Anlageziel passt.

Flexible Vertragsgestaltung

Positiv bewerten wir die vergleichsweise hohe Flexibilität innerhalb der Investmentlösung. myLife ermöglicht bei Invest unter anderem Änderungen der Kapitalanlage und stellt Vertrags- und Vermögenswerte digital zur Verfügung. Anlageanpassungen können grundsätzlich gebührenfrei beantragt werden.

Bei einem konkreten Angebot sollte trotzdem geprüft werden, ob für einzelne Transaktionen, Fonds oder externe Dienstleistungen zusätzliche Kosten entstehen.

Unsere Erfahrungen mit der myLife Lebensversicherung 

  • Langjährige Praxiserfahrung

    FINANCEDOOR begleitet seit 2009 Kunden mit Verträgen der myLife Lebensversicherung. Dadurch kennen wir sowohl ältere Vertragsgenerationen als auch die Entwicklung hin zu den heutigen fonds- und ETF-basierten Nettotarifen.

    Unsere Erfahrungen beruhen damit nicht ausschließlich auf Produktunterlagen oder Modellrechnungen, sondern auch auf der langfristigen Begleitung bestehender Verträge.

  • Was Mandanten positiv bewerten

    In unserer Beratung erleben wir insbesondere die Flexibilität und die transparente Trennung zwischen Versicherungsvertrag und Beratungsvergütung als häufig genannte Vorteile. Auch die Möglichkeit, unterschiedliche Fonds und ETFs innerhalb des Vertrags einzusetzen, wird von investmentaffinen Kunden positiv aufgenommen.

  • Wertentwicklung

    Die von uns betreuten Verträge haben sich je nach gewählter Investmentstrategie unterschiedlich entwickelt. Bei langfristig aktienorientierten Portfolios konnten Kunden in entsprechenden Marktphasen von der Kapitalmarktentwicklung profitieren.

    Dabei ist wichtig: Die Wertentwicklung stammt nicht primär vom Versicherer selbst, sondern von den im Vertrag gewählten Fonds oder ETFs. Vergangene Wertentwicklungen sind außerdem kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

  • Vertragskontinuität

    Positiv ist aus unserer praktischen Erfahrung außerdem, dass die von uns begleiteten Verträge die verschiedenen Eigentümer- und Namenswechsel des Unternehmens ohne erkennbare Auswirkungen auf die vereinbarten Vertragsleistungen durchlaufen haben.

    Daraus lässt sich allerdings keine Aussage über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens oder einzelner Verträge ableiten.

mylife invest erfahrungen

FINANCEDOOR GmbH:

"...seit 2009 reale Erfahrungen mit myLife-Verträgen"

Was ist myLife Invest 

myLife Invest ist eine fondsgebundene Lebensversicherung gegen Einmalbeitrag. Das eingezahlte Kapital wird innerhalb eines Versicherungsvertrags in Fonds oder ETFs angelegt. Damit verbindet das Produkt eine kapitalmarktbasierte Geldanlage mit bestimmten rechtlichen und steuerlichen Eigenschaften einer Lebensversicherung.

Das Produkt ist deshalb nicht einfach mit einem klassischen Wertpapierdepot gleichzusetzen. Eigentumsstruktur, Besteuerung, Kosten und Auszahlungsregeln unterscheiden sich. Ob der Versicherungsmantel langfristig einen Vorteil bietet, hängt insbesondere von Laufzeit, Wertentwicklung, Kosten und persönlicher Steuersituation ab.

Was ist myLife Invest Rente? 

myLife Invest Rente richtet sich im Unterschied zu myLife Invest vor allem an Anleger, die regelmäßig Kapital ansparen möchten. Während myLife Invest auf einen Einmalbeitrag ausgerichtet ist, wird Invest Rente grundsätzlich über laufende Beiträge bespart.

Auch hier wird das Vertragsguthaben fondsgebunden investiert. Damit hängen Chancen und Risiken wesentlich von der gewählten Kapitalanlage ab. Eine Garantie auf eine bestimmte Rendite besteht bei einer vollständig fondsorientierten Anlage nicht.

Wenn du verschiedene Anbieter und Vertragsmodelle vergleichen möchtest, findest du in unserem Vergleich von ETF-Rentenversicherungen die wichtigsten Kriterien zu Kosten, ETF-Auswahl, Rentenfaktor und Flexibilität.

 

myLife Invest

myLife Invest Rente

Grundkonzept

Einmalanlage

laufendes Sparen

Kapitalanlage

Fonds / ETFs

Fonds / ETFs

Versicherungsmantel

ja

ja

Fokus

Vermögensanlage

langfristiger Vermögens-/Altersvorsorgeaufbau

Welche Kosten entstehen bei myLife Invest? 

Bei der Beurteilung eines myLife-Vertrags solltest du zwischen Produktkosten und Beratungskosten unterscheiden. Gerade diese Trennung ist bei Nettopolicen entscheidend.

Kosten innerhalb des Versicherungsvertrags

myLife nennt für myLife Invest derzeit unter anderem eine fixe Gebühr sowie eine prozentuale Verwaltungskomponente auf das Fondsvermögen. Die exakten Kosten hängen vom jeweiligen Tarif und Vertragsstand ab und sollten deshalb immer anhand des persönlichen Angebots beziehungsweise des Basisinformationsblatts mit Effektivkosten geprüft werden. Auf der aktuellen Produktseite rechnet der Versicherer beispielsweise mit 60 Euro sowie 0,45 Prozent pro Jahr auf das durchschnittliche Fondsvermögen.

Kosten der Fonds und ETFs

Hinzu kommen die laufenden Kosten der gewählten Fonds oder ETFs. Bei günstigen Indexfonds können diese vergleichsweise niedrig sein; aktiv gemanagte Fonds können deutlich höhere laufende Kosten verursachen.

Beratungshonorar

Zusätzlich kann ein separates Honorar für Beratung oder Vermittlung anfallen. Je nach Beratungsmodell kann es sich beispielsweise um ein einmaliges Honorar, ein laufendes Betreuungshonorar oder eine Kombination daraus handeln.

Genau deshalb sollte ein Angebot nicht nur anhand der ausgewiesenen Effektivkosten des Versicherungsvertrags beurteilt werden. Für den Kunden zählt die Gesamtbelastung aus Versicherung, Kapitalanlage und Honorarberatung.

Unsere Erfahrungen mit myLife Invest 

myLife Invest gehört zu den myLife-Produkten, mit denen wir in unserer Finanzberatung bereits seit mehreren Jahren arbeiten. Aus unserer Sicht liegen die Stärken insbesondere in der Kombination aus breiter Fondsauswahl, Nettotarif und flexibler Kapitalanlage.

Positiv ist außerdem, dass sich innerhalb eines Versicherungsvertrags eine sehr breite Auswahl an ETFs und Investmentfonds nutzen lässt. Aktuell nennt myLife mehr als 7.000 Fonds und ETFs.

Wir betrachten das Produkt trotzdem nicht losgelöst von Alternativen. Bei neuen Angeboten vergleichen wir beispielsweise Kosten, Laufzeit, steuerliche Effekte und Flexibilität mit einem klassischen Depot sowie anderen Nettopolicen.

👉 Erst aus diesem Gesamtvergleich lässt sich beurteilen, ob der Versicherungsmantel für den jeweiligen Kunden einen wirtschaftlichen Mehrwert bietet.

Welche Vorteile hat myLife Invest? 

  • 1. Große Anlageauswahl

    Mehr als 7.000 Fonds und ETFs bieten viel Spielraum für unterschiedliche Investmentstrategien.

  • 2. Keine klassische Abschlussprovision im Nettotarif

    Die Vergütung der Beratung wird von den Produktkosten getrennt. Das erhöht die Transparenz – vorausgesetzt, das Honorar wird ebenfalls klar offengelegt.

  • 3. Fondswechsel innerhalb des Versicherungsmantels

    Umschichtungen innerhalb einer fondsgebundenen Versicherung können steuerlich anders behandelt werden als Verkäufe innerhalb eines privaten Wertpapierdepots. Welche Vorteile daraus tatsächlich entstehen, hängt von der individuellen Situation ab.

  • 4. Steuerliche Behandlung bei langfristiger Laufzeit

    Bei privaten Renten- beziehungsweise Lebensversicherungen können Kapitalauszahlungen steuerlich begünstigt sein. Nach den aktuellen Produktinformationen von myLife wird bei erfüllten Voraussetzungen grundsätzlich nur die Hälfte des Unterschiedsbetrags mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Voraussetzung sind unter anderem eine Vertragslaufzeit von mindestens zwölf Jahren und eine Auszahlung nach Vollendung des 62. Lebensjahres.

    Die steuerliche Behandlung hängt vom konkreten Vertrag und der individuellen Situation ab. Eine individuelle Steuerberatung ersetzt diese Darstellung nicht.

Welche Nachteile und Risiken hat myLife? 

  • Ein Nettotarif ist nicht automatisch günstig

    Der Verzicht auf eingerechnete Abschlussprovisionen ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Ein Nettotarif kann allerdings durch hohe separate Beratungs- oder Betreuungshonorare trotzdem teuer werden.

    Deshalb solltest du immer sämtliche Kosten über die geplante Laufzeit betrachten.

  • Kapitalmarktrisiko

    Bei fondsgebundenen Verträgen hängt die Wertentwicklung von den gewählten Fonds und ETFs ab. Kursverluste sind möglich. Eine große Fondsauswahl reduziert dieses Risiko nicht automatisch.

  • Lange Laufzeiten erhöhen die Bedeutung der Kosten

    Bereits kleine jährliche Kostenunterschiede können bei Laufzeiten von 20, 30 oder mehr Jahren einen erheblichen Unterschied beim Endvermögen bewirken.

  • Versicherungsmantel ist nicht immer notwendig

    Wer maximale Flexibilität benötigt oder Kapital möglicherweise kurzfristig benötigt, sollte prüfen, ob ein klassisches Depot geeigneter sein kann. Ein Versicherungsmantel entfaltet potenzielle steuerliche Vorteile häufig erst bei langfristiger Nutzung.

  • Wettbewerb ist größer geworden

    myLife gehörte früh zu den Anbietern, die sich konsequent auf Nettopolicen konzentriert haben. Inzwischen ist der Markt jedoch deutlich breiter geworden. Auch andere Versicherer bieten kosteneffiziente fonds- und ETF-basierte Nettotarife an.

    Deshalb vergleichen wir heute nicht mehr nur „Nettopolice oder Provisionstarif“, sondern auch unterschiedliche Nettotarife miteinander.

Ist die myLife Lebensversicherung sicher? 

Die myLife Lebensversicherung AG ist ein deutscher Lebensversicherer und unterliegt den für Lebensversicherungsunternehmen geltenden regulatorischen Anforderungen. Für die Einschätzung der Unternehmensstabilität sollten insbesondere Solvabilitätskennzahlen, Geschäftsberichte und externe Bonitätsbewertungen betrachtet werden.

Für 2025 meldete myLife Gesamtbeitragseinnahmen von 500,3 Millionen Euro. Die Kapitalanlagen im Bereich fondsgebundener Lebensversicherungen lagen bei 2,88 Milliarden Euro. Die Verwaltungskostenquote wurde mit 1,5 Prozent angegeben.

Bei Ratings sollte genau unterschieden werden. Das frühere Assekurata-Unternehmensrating der myLife wurde 2025 nicht fortgeführt und verlor damit seine Gültigkeit. Das separat geführte Bonitätsrating wird dagegen weiterhin aktualisiert; Assekurata veröffentlichte auch im Juli 2026 ein aktuelles Bonitätsrating für myLife.

myLife Invest oder ETF-Depot – was ist der Unterschied? 

Ein ETF-Depot und myLife Invest können dieselben oder ähnliche ETFs enthalten, rechtlich und steuerlich handelt es sich aber um unterschiedliche Konstruktionen.

Beim Depot besitzt der Anleger Wertpapiere direkt über sein Depot. Bei myLife Invest erfolgt die Anlage innerhalb eines Versicherungsvertrags. Dadurch unterscheiden sich insbesondere Besteuerung, Kostenstruktur, Verfügbarkeit und Vertragsregeln.

Kriterium

myLife Invest

ETF-Depot

Kapitalanlage

Fonds/ETFs im Versicherungsmantel

direkte Depotanlage

Produktkosten

Versicherungs- + Fondskosten

Depot- + Fondskosten

Beratungskosten

ggf. separates Honorar

abhängig vom Beratungsmodell

Fondswechsel

innerhalb des Vertrags

Verkauf/Kauf im Depot

Besteuerung

Versicherungsbesteuerung

Kapitalertragsteuer-System

Flexibilität

vertraglich geregelt

meist sehr hoch

sinnvoller Zeitraum

typischerweise langfristig

kurz- bis langfristig möglich

Welche Variante wirtschaftlich vorteilhafter ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Für einen belastbaren Vergleich müssen Steuern, Kosten und angenommene Laufzeit gemeinsam betrachtet werden.

Wenn für dich statt einer Versicherungslösung eher ein direktes Wertpapierdepot infrage kommt, findest du hier mehr zu unserer ETF-Beratung auf Honorarbasis.

Für wen kann myLife Invest sinnvoll sein? 

Eine myLife-Lösung kann insbesondere für Anleger prüfenswert sein, die langfristig investieren möchten, eine fondsgebundene Versicherung bewusst einsetzen wollen und Wert auf eine große Auswahl an ETFs und Fonds legen.

Besonders relevant wird der Vergleich, wenn häufige Umschichtungen geplant sind oder die steuerliche Behandlung einer langfristigen Versicherungslösung eine Rolle spielt.

Eine Rentenversicherung sollte nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, wie sie zu gesetzlicher Rente, bestehenden Verträgen, Vermögen und deinem langfristigen Vorsorgeziel passt. Mehr dazu findest du in unserer unabhängigen Altersvorsorge-Beratung.

Wann solltest du besonders genau vergleichen?

Ein genauer Vergleich ist sinnvoll, wenn dir ein hohes zusätzliches Beratungshonorar angeboten wurde, wenn du nur wenige Jahre investieren möchtest, wenn maximale Liquidität entscheidend ist oder wenn du bereits ein günstiges ETF-Depot besitzt.

Auch bei bestehenden myLife-Verträgen ist nicht automatisch eine Kündigung oder Fortführung richtig. Maßgeblich sind Vertragsalter, bisherige Kosten, aktueller Rückkaufswert, steuerliche Situation und verfügbare Alternativen.

Bestehenden myLife-Vertrag prüfen – worauf achten? 

Wenn du bereits einen myLife-Vertrag besitzt oder ein konkretes Angebot erhalten hast, solltest du insbesondere folgende Punkte prüfen:

Gesamtkosten: Versicherung, Fonds/ETFs und Beratung zusammenrechnen.

Honorarvereinbarung: einmalige und laufende Vergütung getrennt betrachten.

Kapitalanlage: Welche ETFs oder Fonds befinden sich tatsächlich im Vertrag?

Betreuung: Was erhältst du für ein laufendes Servicehonorar?

Flexibilität: Welche Kosten entstehen bei Entnahmen oder Änderungen?

Steuern: Welche steuerlichen Folgen hätte eine Kündigung, Auszahlung oder Fortführung?

Wenn du mehrere bestehende Versicherungsverträge prüfen möchtest, findest du weitere Informationen in unserer Versicherungsanalyse.

Du hast bereits ein myLife-Angebot oder einen bestehenden Vertrag?

Wir können die Kosten, Kapitalanlage und Vertragsstruktur gemeinsam mit dir einordnen und mit möglichen Alternativen vergleichen.

👉 myLife-Vertrag prüfen lassen

Unser Fazit zu myLife und myLife Invest 

Aus unserer langjährigen Beratungserfahrung gehört myLife zu den etablierten Spezialisten für fondsgebundene Nettoversicherungen. Besonders die breite Fonds- und ETF-Auswahl, die Trennung von Produkt- und Vermittlungsvergütung und die flexible Investmentausrichtung sind aus unserer Sicht interessante Merkmale.

Gleichzeitig ist eine Nettopolice nicht automatisch die günstigste oder sinnvollste Lösung. Entscheidend sind die Gesamtkosten einschließlich Beratungshonorar, die gewählte Kapitalanlage, die geplante Laufzeit und der Vergleich mit Alternativen.

Unsere Erfahrungen mit bestehenden myLife-Verträgen sind überwiegend positiv. Wir würden einen Vertrag dennoch niemals allein aufgrund des Versicherers beurteilen. Zwei Kunden können denselben Tarif besitzen und durch unterschiedliche Fonds, Honorarmodelle und Laufzeiten zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Wenn du ein konkretes myLife-Angebot vorliegen hast, ist deshalb die individuelle Vertragsprüfung aussagekräftiger als eine pauschale Produktbewertung.

Beratung durch Experten

Du hast ein konkretes myLife-Angebot oder möchtest einen bestehenden Vertrag prüfen lassen?

Im Erstgespräch klären wir, welche Punkte bei Kosten, Kapitalanlage und Vertragsstruktur genauer geprüft werden sollten.

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FAQ - Häufige Fragen zur myLife Lebensversicherung 

  • Ist die myLife Lebensversicherung seriös?

    Die myLife Lebensversicherung AG ist ein deutscher Lebensversicherer und unterliegt den gesetzlichen Anforderungen für Versicherungsunternehmen. Für eine Einordnung solltest du neben Unternehmensdaten auch Solvabilität, Kostenstruktur und den konkreten Tarif betrachten.

  • Welche Erfahrungen gibt es mit myLife Invest?

    Unsere Erfahrungen mit myLife Invest sind insgesamt positiv, insbesondere hinsichtlich der breiten Fonds- und ETF-Auswahl, der Nettotarif-Struktur und der Flexibilität. Entscheidend bleibt jedoch immer die konkrete Kombination aus Tarif, Kapitalanlage, Kosten und Beratungshonorar.

  • Welche Erfahrungen gibt es mit myLife Invest Rente?

    myLife Invest Rente kann für langfristig orientierte Anleger interessant sein, die regelmäßig investieren und dabei eine fondsgebundene Versicherung nutzen möchten. Ob das Modell sinnvoll ist, hängt vor allem von Laufzeit, Kosten, Anlageauswahl und persönlicher Situation ab.

  • Wie hoch sind die Kosten bei myLife Invest?

    Die Kosten setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: den Kosten des Versicherungsvertrags, den Kosten der gewählten Fonds oder ETFs und gegebenenfalls einem separaten Beratungs- oder Betreuungshonorar. Für einen fairen Vergleich solltest du immer die Gesamtkosten betrachten.

  • Ist myLife Invest eine Nettopolice?

    Ja, myLife Invest wird als Nettotarif angeboten. Das bedeutet, dass keine klassische Vermittlungsprovision in den Versicherungsvertrag eingerechnet wird. Die Beratung oder Vermittlung kann stattdessen separat vergütet werden.

  • Welche Nachteile hat myLife Invest?

    Mögliche Nachteile sind zusätzliche Beratungs- oder Servicehonorare, langfristige Vertragsbindung und die Abhängigkeit von der gewählten Kapitalanlage. Zudem ist ein Versicherungsmantel nicht für jeden Anleger wirtschaftlich sinnvoll.

  • Wie viele Fonds und ETFs bietet myLife an?

    Nach aktuellen Angaben von myLife stehen bei myLife Invest mehr als 7.000 Fonds und ETFs zur Verfügung. Die große Auswahl ist flexibel, macht eine sorgfältige Auswahl der passenden Kapitalanlage aber umso wichtiger.

  • Was ist besser: myLife Invest oder ein ETF-Depot?

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein ETF-Depot ist meist einfacher und flexibler, während eine Versicherungslösung steuerliche oder strukturelle Vorteile bieten kann. Entscheidend sind Laufzeit, Kosten, Steuersituation und Anlageziel.

  • Kann ich einen myLife-Vertrag kündigen?

    Grundsätzlich können viele myLife-Verträge gekündigt oder beitragsfrei gestellt werden. Vor einer Kündigung solltest du jedoch Rückkaufswert, mögliche steuerliche Folgen, bisherige Kosten und Alternativen prüfen.

  • Wie sicher ist die myLife Lebensversicherung?

    Die Sicherheit hängt nicht nur vom Versicherer, sondern auch vom jeweiligen Produkt ab. Bei fondsgebundenen Verträgen trägt der Kunde das Kapitalmarktrisiko der gewählten Fonds oder ETFs. Zusätzlich sollte die finanzielle Stabilität des Versicherers regelmäßig geprüft werden.

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