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Englische Lebensversicherung - think more british now 

Britische Lebensversicherungen

Die erste englische Lebensversicherung wurde 1706 gegründet. Britische Lebensversicherungen gibt es damit bereit 120 Jahre vor der ersten deutschen Versicherung. Englische Versicherungen bieten die Möglichkeit für die private Altersvorsorge zu sparen. Britische Lebensversicherungen zeichnen sich dabei durch die eine auf Rendite ausgerichtete Anlagestrategie aus. Mit regelmäßigen Beiträgen wird die britische Versicherung bespart und am vereinbarten Laufzeitende wird das Kapital inklusive der erzielten Rendite ausbezahlt. Die im Vergleich zur deutschen Lebensversicherung höhere Partizipation an den Aktienmärkten bei gleichzeitiger Absicherung gegen Kursschwankungen sind der Vorteil dieser Anlageklasse.



Rendite Englischer Lebensversicherungen

Das sogenannte Smoothing der britischen Lebensversicherung stellt eine kontinuierliche Wertentwicklung über die vereinbarte Laufzeit sicher. Dieses englische Anlageprinzip sichert die Partizipation an den Ertragschancen der Aktienmärkte und gleichzeitig sicherst Du dich gegen das Risiko von Kursschwankungen ab. Neben dem traditionellen Anlagekonzept bieten die Briten aber auch leistungsstarke fondsgebundene Lebensversicherungen beziehungsweise Fonds-ETF-Rentenan.

Vorteile und Nachteile der englischen Versicherung 

Britische Lebensversicherungen

Vorteile

  • hohe Renditen

  • lange Erfahrung der englischen Versicherungen

  • Smoothing gegen Kursschwankungen

  • Kapitalaufbau mit Todesfallschutz

  • Möglichkeit als Rüruprente

Nachteile

  • Insolvenzschutz nach Brexit

  • höheres Risiko der Anlage im Vergleich zur klassischen deutschen Lebensversicherung

  • geringer Bekanntheitsgrad

Unterschied der Englischen Lebensversicherung 2022

Die britische Versicherung hat Ihren Sitz in Großbritannien und nicht in Deutschland. Es werden Versicherungen in Deutschland angeboten, für die englischen Anlagegrundsätze gelten. Für deutsche Versicherung gilt eine sichere Garantie über den Rechnungszins von 0,25 Prozent im Jahr 2022, und ein maximal möglicher Aktienanteil von 35 Prozent. Die englische Lebensversicherung darf mit bis zu 80 Prozent einen deutlich höheren Aktienanteil aufweisen und besitzt damit eine deutlich höhere Rendite. Historisch gesehen waren Britische Versicherungen in Punkto höhere Renditen dem deutschen Lebens-Versicherer voraus. Ein klarer „Advantage Great Britain“ für die Sparer einer Altersvorsorge durch hohe Renditen.

Britische Versicherungen nach dem Brexit

Britische Lebensversicherungen und Schottische Versicherungen haben frühzeitig vor dem Brexit begonnen Ihr Geschäft in die Europäische Union (EU) zu verlagern. Zwar gelten Verträge mit deutschen Versicherungsnehmern prinzipiell weiter, allerdings hat die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin die Englischen Lebensversicherer aufgefordert Verträge mit deutschen Kunden zu kündigen. Britische Versicherungen betreiben Ihr Geschäft mit EU Bürgern aus der EU heraus, überwiegend aus Irland und Luxemburg. Tochtergesellschaften der UK Versicherungen boten Ihren Kunden einen Umzug an. Prinzipiell kann dadurch ein höheres Risiko entstehen, da die Tochterunternehmen kleiner sind als die britischen Mütter. Insbesondere die Sicherung über die britische Einlagensicherung, den Financial Services Compensation Scheme (FSCS) entfällt. Ein „Pfund“ mit welchem englische Versicherungen vor dem Brexit gerne warben. Irland oder Luxemburg besitzen kein vergleichbares Sicherungssystem.

FINANCEDOOR liefert die Antworten:

"Was tun mit bestehenden englischen Versicherungen? Lohnt ein Neuabschluss noch?"

Bisher in Deutschland aktive Englische Versicherungen

Zu den noch aktiv Neugeschäft betreibenden Unternehmen und britischen Versicherer auf dem deutschen Markt gehören die Standard Life und die Canada Life. Bestehende Verträge und Policen werden noch von der Prudential, MGM International, Clerical Medical, Friends Provident, Scottish Widows oder der Royal London abgewickelt.

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Was soll ich mit meiner bestehenden Englischen Lebensversicherung machen?

Welche Optionen, Du mit deiner britischen Lebensversicherung hast, kann erst nach einer konkreten individuellen Prüfung gesagt werden. Prinzipiell hast Du die Möglichkeit gegen eine Übertragung deines Vertrags zu klagen, schließlich wurde eine wesentliche Vertragsgrundlage verändert. Allerdings dürfte dies sehr lange dauern und mit einer ungewissen Erfolgsaussicht. Du kannst Deinen Vertrag vorzeitig kündigen oder beitragsfrei stellen. Ein möglicher Widerruf Deiner Lebensversicherung, aufgrund ungültiger Widerrufsbelehrungen kann ein Weg sein. Zusätzlich ist der Verkauf Deiner Versicherung noch eine zusätzliche Option an Dein Geld zu kommen

Steuer bei britischen Lebensversicherungen

Bei englischen Lebensversicherungen gilt zwar ein anderes Anlagerecht, aber das Steuerrecht des jeweiligen Vertriebslandes. Britische Lebensversicherer deren Verträge die in Deutschland geschlossen wurden, unterliegen der deutschen Ertragsanteilsbesteuerung. Wie bei deutschen Lebensversicherungen sind 50 Prozent des Ertrags mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern. Das Steuerprivileg der Lebensversicherungen gilt damit auch für Englische Lebensversicherungen.

Englische Versicherung in Kürze

Rendite durch hohen Aktienanteil: Britische Versicherungen bieten Chancen auf Rendite durch Kapitalmarktbeteiligung und Sicherung vor Kursverfall durch das sogenannte Smoothing.

Steuer: Englische Lebensversicherungen bieten den selben steuerlichen Vorteil, wie deutsche Lebensversicherungen: das Steuerprivileg.

Wie steht es um die Vor- und Nachteile seit dem Brexit.

Smoothing

Mit dem Smoothing bieten Englische Lebensversicherungen ein Glättungsverfahren zum Ausgleich von Kursschwankungen. Aktien und Märkte schwanken stärker als festverzinsliche Anlagen. Diese Tatsache machen sich britische Lebensversicherungen zu Nutze. In guten Aktientagen werden Reserven gebildet und in schwachen Aktientagen werden Reserven wieder aufgelöst. Hohe Schwankungen sollen durch dieses Glättungsverfahren, dem sogenannten Smoothing verhindert werden. Englische Versicherer arbeiten ganz nach dem Motto „Spare bei Zeit, dann hast Du in der Not“. Zusätzlich bieten viele Anlagekonzepte eine jährlich veränderliche Mindestverzinsung, eine minimale Untergrenze oder die Zuteilung von Bonusanteilen für vertrags-treue Kunden während der Laufzeit oder zum Vertragsende.

Kosten Englischer Lebensversicherungen

Die Kosten britischer Versicherungen sind vergleichbar mit deutschen Lebensversicherungen. Allerdings gibt es große Unterschiede, von exorbitant teuren Verträgen bis hin zu kostenminimalen Nettoversicherungen für Honorarberater. Die britische Lebensversicherung splittet Ihre Kosten in Abschlusskosten, laufende Verwaltungskosten, Kosten auf die Kapitalanlage und Stückkosten. Zusätzlich fallen noch Entgelte für oder innerhalb der Kapitalanlage an. Der Begriff „Reduktion in Yield“ kommt nicht von ungefähr aus dem englischen: Lange bevor der Begriff Eingang in die Produktinformationsblätter der deutschen Lebensversicherer fand, gab es diesen Begriff in Großbritannien. Für britische Versicherer soll die Reduktion in Yield die Gesamtminderung der Rendite nach Kosten in Prozent aufzeigen. Zum Beispiel bei Effektivkosten von 2,5 Prozent, wäre bei unterstellter Marktperformance von 6 Prozent die Nettokundenrendite 6 – 2,5 = 3,5 Prozent.

Soll ich noch eine englische Lebensversicherung kaufen

Der Markteintritt Britischer Versicherungen Anfang Mitte der 90er führte zu einem Boom für angelsächsische Produkte. Dieser Hochphase ist spätestens seit der Niedrigzinsphase und des Brexits eine Flaute gefolgt. Viele Anbieter haben den deutschen Versicherungsmarkt wieder verlassen. Die Vorteile des Smoothing, sind mit der Niedrigzinsphase verloren gegangen. Verbraucher fragen überwiegend Fonds-ETF-Renten nach, bei welchen es keine Unterschiede mehr zwischen deutschen und britischen Lebensversicherern mehr gibt. Ob Du in dieser Phase für Deine langfristige Altersvorsorge und Rente zu einer britischen Versicherungen greifen solltest, kann Dir unsere Finanzberatung aufzeigen. Kontaktiere uns gerne!

Stiftung Warentest empfiehlt Beratung :

Versicherungsberater beraten unabhängig gegen Honorar zu britischen Lebensversicherer. Vorschnelles Handeln ist nicht erforderlich.

Insolvenzschutz vor und während der Rente

Eine Kündigung der britischen Lebensversicherung sollte wohl überlegt werden. Oft besteht das Hauptargument für diesen Schritt in einem schwächeren Insolvenzschutz. Aus Sicht der Verbraucherschützer von Finanztest besteht hierfür kein schneller Handlungsbedarf. Gerade in der Ansparphase der englischen Lebensversicherung sind Versicherungsnehmer in Fonds und internen Anlagen investiert, die in der Regel unabhängig vom Vermögen der Gesellschaft bei einer Insolvenz weiterbestehen werden. Eine Auszahlung des Versicherungswerts oder eine Übertragung auf eine übernehmende britische Versicherung sollten möglich sein. Problematischer kann die Insolvenz allerdings auf Rentenempfänger wirken. Im Insolvenzfall wäre die dauerhafte Rentenzahlung über die Jahre möglicherweise gefährdet oder zumindest eingeschränkt. Es kann zu einer Auszahlung des restlichen Kapitals kommen. Das Geld kann erneut beispielsweise bei einer deutschen Lebensversicherung fürs Alter angelegt werden. Die Konditionen der neuen Lebensversicherung können dann allerdings verändert im Vergleich zum ursprünglichen Anbieter sein. Ein Recht auf gleiche Bedingungen wird nicht mehr bestehen.

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